Puppenbühne mit Leidenschaft: Das Team

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Eine Puppenbühne mit Leidenschaft:

Eine Puppenbühne mit Leidenschaft ist das Familienunternehmen Chiemsee Kasperltheater. Hier sind zwei Generationen unterwegs.

Wer’s lieber urig und bayrisch mag – sitzt hier genau richtig. Denn beim Chiemsee-Kasperl wird Mundart g’redt.
In die lange Tradition des Kasperltheaters ordnet sich die Puppenspielerfamilie Mikat nicht als klassische, professionelle Puppenbühne ein, sondern als kleiner
Familienbetrieb, der die Freude am bairischen Kasperl mit anderen teilen möchte.
Stephan Mikat ist wichtig, dass die Aufführungen authentisch sind und in die Region passen. „Bei uns spricht der Kasperl bairisch. Schließlich wohne ich im Chiemgau und bin dort aufgewachsen und spreche auch so, wie mir der Schnabel gewachsen ist.

Als Quereinsteiger zum Kasperl geworden:
Stephan Mikat arbeitete seit 1991 hauptberuflich beim Radio. Er moderierte im Hörfunkstudio, war als Reporter in den Fußball- und Eishockeystadien
der Republik unterwegs, moderierte im Fernsehen und entführte als Reisemoderator für einen bundesweit tätigen Reiseveranstalter im Direktvertrieb
täglich seine Gäste in die schönsten Urlaubsregionen der Welt.
2017 animierten ihn seine damalige Partnerin und seine kleine Tochter, doch einen Kindheitstraum zu verwirklichen. Stephan Mikat schrieb sein erstes
Kasperlstück und tauschte das Hörfunkstudio gegen die Puppenbühne ein. Einem ersten Auftritt beim 6. Kindergeburtstag seiner Denise vor kleinerem
Publikum folgten Vorstellungen im Kindergarten und schließlich der Schritt auf die „große Kasperl-Bühne“, die sich Mikat bauen ließ. Alles war dabei
echte Handarbeit. Von den genähten Bühnenverkleidungen, Vorhängen und Kostümen der Kasperlfiguren, deren Köpfe von einem Profi nach
Hohensteiner Art handgeschnitzt wurden, bis zu den selbst geschriebenen Kasperlgeschichten, die völlig gewaltfrei sind. Sogar die eigens komponierte
Kasperlmusik steuerte ein befreundeter Profimusiker bei.
Unterstützt wird Stephan Mikat dabei von seiner mittlerweile fast 10jährigen Tochter Denise. Sie darf immer selbst entscheiden, ob sie als
Ideengeberin und „Chef-Kritikerin“ im Zuschauerraum sitzt, oder selbst schon kleinere Rollen übernimmt. Sicherlich eine logistische Herausforderung
für Papa Stephan, aber er ist der Meinung „mein Kind darf selbst entscheiden, ob sie mitspielen oder zuschauen will, schließlich heißt es ja
Kasperltheater spielen“. Eine weitere Mitspielerin und Stütze des Projekts ist Katharina Maria Puchalla, die aber nicht nur als Puppenspielerin agiert,
sondern auch die Kulissen liebevollst von Hand bemalt.
Beim Chiemsee Kasperltheater wird bairisch gesprochen. „Ich bin in der Region aufgewachsen und auch der Meinung, bei uns soll der Kasperl so
sprechen, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Damit ist der Chiemsee Kasperl als Botschafter zur Rettung der Bairischen Sprache in Kindergärten und
Grundschulen unterwegs.
Aus einem Hobby wurde mit der Zeit Beruf. Es folgten Auftritte in Österreich/Tirol und im gesamten Bundesgebiet, zum Beispiel auch beim 2018 und 2019 beim Fessifest in Frankfurt/Main, für die Stephan Mikat sogar ein eigene Kasperlgeschichte rund um das Thema „Umweltschutz“ schrieb. Die Erlebnisse von „Kasperl & die verzauberte Mülltonne“ kam so gut an, dass für Herbst 2020/Winter 2021 eine ganze Deutschland-Tournee
geplant war. Die Corona-Pandemie machte den Plänen einen Strich durch die Rechnung. Die Deutschland-Tour musste verschoben werden. Aber
spätestens im Herbst 2021 soll es den nächsten Versuch geben.
Inzwischen ist Stephan Mikat nicht untätig. Für Anfang 2021 ist der Aufbau einer mobilen Kasperlbühne geplant. Mit einem Bühnenanhänger möchte
er sich den scharfen Hygienemaßnahmen bei Saalveranstaltungen entziehen und mehr Open Air spielen. Gleichzeitig soll ein umgebauter Bauwagen
ein kindgerechtes Ambiente für Geburtstags- und Hochzeitsfeiern oder Firmenveranstaltungen werden. Pünktlich zur Deutschland-Tournee steht auch
ein neues, selbst geschriebenes Kasperlstück auf dem Programm.


Jeder im Team hat seine eigene Aufgabe. Kathy Puchalla ist die Künstlerin. Sie malt die Kulissen, kümmert sich um die Grafik und sorgt für die musikalischen Einlagen. Denise (10 Jahre) ist in ihren jungen Jahren Ratgeberin (schließlich ist sie seit 9 Jahren gelernte Puppenspielerin) und übernimmt abwechselnd kleine Rollen im Kasperltheater, sitzt aber auch liebend gerne im Zuschauerraum der Puppenbühne und gibt Tipps aus Sicht der Zielgruppe.

Dabei besuchen die Puppenbühne des gebürtigen Prieners oft drei und mehr Generationen: „Unsere Kasperltheater-Geschichten sind natürlich in erster Linien für Kinder ab 3 Jahren geschrieben, aber wir haben immer genauso viele Erwachsene, die ihr inneres Kind behalten haben, in den Vorstellungen.“ meint Stephan Mikat.
Die Puppenbühne aus Prien sieht sich auch als „Mitmachtheater“. Da wird gesungen, da wird geklatscht und da darf dem Kasperl auch mal die Hand geschüttelt werden. Außerdem gibt’s nach der Vorstellung auf Wunsch auch ein Selfie mit dem Hauptdarsteller.


In den Kasperlgeschichten, die sich Stephan Mikat mit Unterstützung seiner neunjährigen Tochter Denise und Partnerin Kathy Puchalla selbst ausdenkt, bleibt Gewalt außen vor. „Gut und böse“ werden kindgerecht erklärt, der Kasperl ist natürlich ein liebenswerter Schelm, aber gleichzeitig der Freund der Kinder. Immer mehr wird der Bayerische Kasperl auch Kindergeburtstagen eingeladen.
Hierfür hat sich das Kasperlteam sogar eine eigene kleine Puppenbühne, liebevoll „Pocketbühne“ gebaut.